{"id":3686,"date":"2022-04-26T13:31:37","date_gmt":"2022-04-26T11:31:37","guid":{"rendered":"http:\/\/unterschafen.de\/de\/?p=3686"},"modified":"2022-04-26T13:31:39","modified_gmt":"2022-04-26T11:31:39","slug":"the-damned-don-t-cry-album-kommt-im-sommer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/unterschafen.de\/de\/the-damned-don-t-cry-album-kommt-im-sommer\/","title":{"rendered":"The Damned don\u00b4  t Cry Album kommt im Sommer"},"content":{"rendered":"\n<p>Drescher und die Br\u00fcder Ebelh\u00e4user, die sich nun in The Damned Don\u2019t Cry auf spannendste Weise k\u00fcnstlerisch begegnen, kennen sich schon sehr lange. Sie haben \u00fcber all die Jahre nicht nur immer mal wieder eine Konzertb\u00fchne mit ihren Bands geteilt &#8211; schon das Cuba Missouri-Deb\u00fct \u201eThis Year\u2019s Lucky Charms\u201c (2006) f\u00fchrte die beiden zusammen, nachdem Carlos\u2019 Bruder Kurt die Produktion des Albums \u00fcbernahm. Der<\/p>\n\n\n\n<p>Start f\u00fcr ihr gemeinsames Projekt war ein Experiment, entstanden aus der durch den Pandemie-Lockdown notwendig gewordenen k\u00fcnstlerischen Isolation der beiden Musiker. Beide verf\u00fcgten \u00fcber eine erhebliche Anzahl von Songskizzen, wobei es sich bei jenen von Ebelh\u00e4user h\u00e4ufig eher um spannende Klangentw\u00fcrfe handelte, w\u00e4hrend Drescher rohe Kompositionen mit in das Experiment brachte.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge schickten sich die beiden ihre jeweiligen Ideen hin und her &#8211; und erg\u00e4nzten rein intuitiv, was ihnen zu der Arbeit des anderen jeweils einfiel. Der Nukleus und Grundansatz ist dabei, all der \u00fcber Jahrzehnte geschulten und gesch\u00e4rften Kreativit\u00e4t freien Lauf zu lassen, sie aber zugleich in sinnstiftende und f\u00fcr den H\u00f6rer wie auch sich selber \u00fcberraschende Songkonzepte zu kanalisieren. Hier der erfahrene, stets zu einer wunderbar ausformulierten Melancholie neigende Songwriter <strong>Drescher<\/strong>, dort das professionelle Studioass <strong>Ebelh\u00e4user <\/strong>mit seinen herausra\u00adgenden Skills im pr\u00e4zisen Ausgestalten von Gitarren-ba\u00adsierter Musik, die zugleich in Arrangement und Klang\u00ad\u00e4sthetik kaum Grenzen kennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pure Kreativit\u00e4t auf beiden Seiten, die einerseits im na\u00adt\u00fcrlichen Fluss ist und nicht desavouiert wird durch kon\u00adzeptionelle Marketing-\u00dcberlegungen, die aber anderer\u00adseits auch nicht willk\u00fcrlich ausufert, sondern sich stets voll und ganz in den Dienst eines Songs und eines gr\u00f6\u00dfe\u00adren Rahmens stellt. Ein Rahmen, der zwar weit gefasst ist und eine ebenso britische wie amerikanische Handschrift des Rockmusik-Verst\u00e4ndnisses in sich tr\u00e4gt, gleichzeitig aber auch h\u00f6chst individuell vor allem den eigenen aus\u00adgefeilten Geschmack der beiden Profis erf\u00fcllt und nach\u00adhaltig befeuert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der finalen Ausgestaltung konnten sie obendrein auf die Unterst\u00fctzung von Studiocrack und Produktions- Genie Kurt Ebelh\u00e4user bauen, der einige der kraftvollen Gitarren-Parts \u00fcbernahm und an einigen Songs mitkom\u00adponierte. So sei etwa \u201e<strong>Mesmerized<\/strong>\u201c ein Song, \u201ebei dem ich mit Carlos kollaboriert habe wie zu den Anfangszei\u00adten von Blackmail vor \u00fcber 20 Jahren\u201c, so Kurt. \u201eCarlos schrieb den Refrain, ich die Strophe, und f\u00fcr den C-Part haben wir dann unsere Ideen einfach zusammen gewor\u00adfen.\u201c In dem Song \u201e<strong>Fail<\/strong>\u201c wiederum h\u00f6rt man wohl am st\u00e4rksten das kraftvolle Alternativerock-Element von Blackmail heraus: Es ist ein Song, den Kurt diesem aus\u00adgezeichneten neuen Projekt \u201estiftete\u201c und den Ingo und Carlos sodann an den Sound von <strong>The Damned Don\u2019t Cry <\/strong>anpasste. F\u00fcr Kurts begeistertes Mitwirken gab es zwei konkrete Gr\u00fcnde: Zum einen habe er es sehr gesch\u00e4tzt, einmal nur f\u00fcr die Gitarren verantwortlich zu sein und keine Rolle in der Produktion und dem Aufnahmeprozess als solchem \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen. Zum anderen zeigte er sich begeistert von <strong>Ingo Dreschers <\/strong>souver\u00e4nen Um\u00adgang mit Worten: \u201eIngo besitzt ein Lyrik-Verst\u00e4ndnis, das ebenso bildhaft wie konkret ist. Zu diesen Lyrics fallen mir einfach spontan stets gute Gitarren ein, von daher lag es nahe, dass ich meinen Teil zum Gelingen des Albums beitrage.\u201c Es sind (auch) diese Lyrics, vorgetragen von Ingos markanter Leadstimme, die <strong>The Damen Don\u2019t Cry <\/strong>zu einer derart au\u00dfergew\u00f6hnlichen Formation machen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Musik von The Damned Don\u2019t Cry vernimmt man die gro\u00dfen, rhythmisch unerwartbaren Indiepop-Entw\u00fcrfe ebenso wie die kraftvolle Breitseite massiver Distortion-Gitarren. \u00dcber allem schweben signifikant zum jeweiligen Song abgestimmte Piano- und (Retro-)Keyboard-Sounds, die dem melancholisch gef\u00e4rbten Songwriting eine gewisse Helligkeit beimischen und generell f\u00fcr eine radikale Vergr\u00f6\u00dferung der klanglichen Farbpaletten sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel hierf\u00fcr d\u00fcrfte \u201e<strong>Fruits<\/strong>\u201c sein, ein Song, der in bestm\u00f6glicher Kollaboration entstand &#8211; Ingo: \u201eCarlos und ich hatten das Grundkonzept des Songs bereits er\u00adarbeitet, uns fehlte nur noch ein dritter Part, \u00fcber den ich schon lange nachdachte. Wir spielten Kurt das bereits Vorhandene vor, und er brauchte nur drei Minuten, um den fehlenden Part inklusive Gesanglinie zu erg\u00e4nzen. Besser kann man gar nicht zusammen arbeiten\u201c. Und der infolge dieser stets lockeren, aber zielgerichteten Zusam\u00admenarbeit nun in knappen drei Minuten eine regelrechte Achterbahnfahrt der Emotionen und klanglichen Pro\u00adgression hinlegt. Um diese Progression hin zum Unerwar\u00adteten geht es h\u00e4ufig auf \u201e<strong>Scaryland<\/strong>\u201c: Die klug kompo\u00adnierten, niemals einem Schema F folgenden und dennoch absolut eing\u00e4ngigen St\u00fccke verschicken den H\u00f6rer mit ihrem \u00e4sthetischen Facettenreichtum, nehmen ihn mit auf eine Reise durch angedeutete Zitate von den sp\u00e4ten Beatles \u00fcber den Progrock der 70er, den Wave der 80er, den Alternative Rock der 90er und das stilistisch offene Grenz\u00fcberschreiten zwischen Pop, L\u00e4rm und unverhoh\u00adlener Sch\u00f6nheit, das man in der Gitarrenmusik des neuen Jahrtausends findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der im reinen DIY- und Tape-Trading-Verfahren produzierten und trotzdem jeden internationalen Stan\u00addard locker nehmenden Vier-Song-EP \u201e<strong>Doing, Making, Saying<\/strong>\u201c gingen die beiden Musiker gemeinsam ins Stu\u00addio, um \u201e<strong>Scaryland<\/strong>\u201c aufzunehmen und selber zu produ\u00adzieren, das wie die EP \u00fcber den langj\u00e4hrigen <strong>Blackmail<\/strong>-Labelpartner Unter Schafen erscheinen wird. Ein weiteres Ziel ist die Zusammenstellung einer Liveband, um den volumin\u00f6sen, facettenreichen Sound von <strong>The Damned Don\u2019t Cry <\/strong>auch konzertant zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Und warum \u201e<strong>Scaryland<\/strong>\u201c? \u201eEs ist ein Wort, das im Englischen \u00fcberhaupt nicht existiert\u201c, so Carlos, \u201edas f\u00fcr uns aber zugleich viel Kraft besitzt.\u201c Und es ist ein Begriff, der die stilistische Tiefe dieses Albums poe\u00adtisch wunderbar widerspiegelt: Denn die vereinzelte Dun\u00adkelheit, die Untiefen in Komposition und Arrangement, die erstaunlichen Br\u00fcche und Intensit\u00e4tswechsel inner\u00adhalb mancher Songs ist auch f\u00fcr den H\u00f6rer zuweilen und immer wieder: spannend scary.<\/p>\n\n\n\n<p>Trailer:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Damned Don\u00b4t Cry - Albumteaser &quot;Scaryland&quot;\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bfrKpWVJHj8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Bestellen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/save-it.cc\/unterschafenrecords\/scaryland\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drescher und die Br\u00fcder Ebelh\u00e4user, die sich nun in The Damned Don\u2019t Cry auf spannendste Weise k\u00fcnstlerisch begegnen, kennen sich schon sehr lange. 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